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Friseursalon eröffnen – Vorschriften & Gesetze16
Februar

Ein Unternehmen, zumal einen Friseursalon, in Deutschland zu gründen ist nicht so einfach – eine Vielzahl von Richtlinien und Vorschriften müssen beachtet werden. Allgemein bekannt ist, dass man in der Regel für die Eröffnung seines Friseursalons einen Meisterbrief benötigt. Ausnahmen von der Regel gibt es auch – dafür muss man sich jedoch mit der zuständigen Handwerkskammer auseinander setzen. Daneben gilt es, noch viele behördliche Anmeldungen und Entscheidungen zu tätigen.

Achtung: Diese Seite ist eine reine Informationsseite. Alle Angaben sind ohne Gewähr und ersetzen eine Rechtsberatung nicht!

Welche Rechtsform für einen Friseursalon?

Wer alleine einen Friseursalon gründet, wird in der Regel ein Einzelunternehmer sein. So eine Einzelfirma ist die unkomplizierteste Unternehmensform, allerdings haftet man im Falle einer Insolvenz mit seinem gesamten Privatvermögen.
Gründet man gemeinsam mit weiteren Personen einen Friseursalon, muss man eine andere Rechtsform wählen. Findet die Gründung ohne weitere Verträge statt, so gründet man automatisch eine GbR. Diese Unternehmensform ist dem Einzelunternehmen ähnlich, da alle Mitgründer mit ihrem Privatvermögen haften. Wegen dieser Haftung sollte man jedoch die Zusammenarbeit vertraglich regeln.
Eine weitere mögliche Unternehmensform ist die GmbH. Sie wird von mindestens einer Person gegründet. Eine GmbH ist teuer, denn die Eröffnung kostet zwischen 450 und 1000 Euro – beispielsweise wegen der Notarkosten. Weiterhin müssen mindestens 25.000 Euro Startkapital mitgebracht werden. Dieses Stammkapital wird bei einer Insolvenz herangezogen – statt des Privatvermögens. Allerdings lohnt sich eine GmbH erst bei einem Jahresumsatz im 6-stelligen Bereich, so dass selten Friseursalons als GmbH gegründet werden.
Eine Mini-GmbH, eigentlich Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) kann hingegen schon mit einem Euro Stammkapital gegründet werden. Allerdings verbleibt die Hälfte des Gewinns im Unternehmen, bis das Stammkapital von 25.000 Euro erreicht ist – dann wird das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt.

Behördliche Anmeldungen bei der Eröffnung eines Friseursalons

Zunächst muss der Friseursalon beim zuständigen Gewerbeamt angemeldet werden. Eine GmbH oder eine Mini-GmbH muss zusätzlich beim zuständigen Amtsgericht in das Handelsregister eingetragen werden lassen. Dafür fallen weitere Kosten an. Auch als Einzelunternehmen oder GbR besteht diese Möglichkeit. Bei der Handwerkskammer muss der Friseursalon, unabhängig von der Unternehmensform, außerdem in die Handwerksrolle eingetragen werden.

Um eine Steuernummer zu erhalten, muss die Gründung des Friseursalons beim Finanzamt angemeldet werden. Liegt der erwartete Umsatz unter 17.500 Euro im 1. Geschäftsjahr, kann die Einstufung als Kleinunternehmer erfolgen. Dann entfällt die Ausweisung von 19% Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) und die Leistungen können somit günstiger angeboten werden.

Die Berufsgenossenschaft für gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflegeist der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Auch hier muss die Anmeldung erfolgen. Ein Beitrag, der sich an den Gehältern des Saloninhabers und der Angestellten orientiert wird, muss regelmäßig abgeführt werden. Im Gegensatz kümmert sich die Behörde um den Erlass und die Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften.

Ausländer sollten sich bei der zuständigen Ausländerbehörde weitere Informationen holen. Eventuell gelten für sie andere Richtlinien und Vorschriften.

Baurecht – so muss ein Friseursalon beschaffen sein

Wer keinen bestehenden Friseursalon übernimmt, sollte sich mit der Bauaufsichtsbehörde auseinandersetzen, um die Nutzungsänderung der Räumlichkeiten zu besprechen. Denn dann müssen bestimmte Richtlinien erfüllt werden. Beispielsweise müssen Friseursalons durch Querlüftung oder durch eine Belüftungsanlage ausreichend belüftet sein. Zum Schutz der Angestellten müssen obendrein in einzelnen Bereichen Nichtraucherzonen eingerichtet werden.
Ein Pausenraum, ohne darin aufbewahrte Chemikalien, muss für die Pausen leicht zugänglich den Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Falls Arbeitskleidung getragen wird, müssen auch geschlechtergetrennte Umkleideräume vorhanden sein. Ebenso Toilettenräume mit Waschbecken im Vorraum.

Frisuda hilft Friseuren bei der Existenzgründung

Existenzgründern bietet Frisuda ein spezielles Angebot: Bis 3 Monate nach der Gewerbeanmeldung können neu gegründete Friseursalons für 4 Monate das kostenlose Existenzgründer-Paket in Anspruch nehmen. Darin enthalten das Salonprofil in der Friseur-Suchmaschine, das bei der Kundengewinnung hilft. Obendrein gibt es noch die intelligente Friseur-Terminverwaltung, die von Anfang an für einen reibungslosen Ablauf im Friseursalon sorgt. Das Existenzgründer-Abo kann selbstverständlich jederzeit ohne Kündigungsfrist wieder aufgekündigt werden.

Sarah Schoen

Sarah ist als erfahrene Texterin bei Frisuda zuständig für Außenkommunikation und Wissensgenerierung. Inspiriert durch Frisuda geht sie wieder gerne zum Friseur und pflegt auch ihre Haare umsichtiger.

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