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Einen Friseursalon eröffnen ohne Meisterbrief16
Februar

Wer einen Friseursalon eröffnen will, braucht nicht zwingend einen Meisterbrief. Es gibt auch einige Kniffe, wie es ohne die Ablegung eines Meisters funktioniert. Denn nämlich entweder mit ausreichend eigener Erfahrung im Salonbetrieb, einem speziellen Konzept – oder durch das Einstellen eines Meisters.

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Als Geselle ohne Meisterbrief einen Friseursalon eröffnen

Wer die Handwerkskammer davon überzeugen kann, dass er oder sie über ausreichend Berufserfahrung verfügt, hat die Möglichkeit, auch ohne einen Meisterbrief einen Friseursalon zu eröffnen. Notwendig ist natürlich eine abgelegte Gesellenprüfung sowie mindestens 6 Jahre Berufserfahrung als Friseur. Von diesen 6 Jahren sollten zumindest 4 Jahre in leitender Stellung absolviert worden sein. Das heißt, wer die Arbeit des Chefs übernommen hat, hat gute Chancen, einen eigenen Salon aufzumachen. Auskünfte darüber geben Arbeitszeugnisse oder Stellenbeschreibungen. Deshalb ist es wichtig, sich stets gute und aussagekräftige Arbeitszeugnisse ausstellen zu lassen.
Normalerweise geht die Handwerkskammer davon aus, dass durch die notwendige Berufserfahrung alle Kenntnisse vorhanden sind. In manchen Fällen wird die Handwerkskammer aber darauf bestehen, dass entsprechende Fach-Lehrgänge belegt und eine Prüfung absolviert werden. Dabei können Kosten in Höhe von bis zu 1.000 Euro entstehen – ganz zu schweigen von dem Zeitaufwand. Deshalb sollten sich angehende Friseurchefs zunächst bei der zuständigen Handwerkskammer informieren.

Ein spezielles Konzept führt zur Aushebelung des Meisterzwangs

Wer davon absieht, einen „richtigen“ Friseursalon zu eröffnen, kann auch Friseurtätigkeiten anbieten, ohne einen Meisterbrief zu besitzen. Eine Möglichkeit besteht beispielsweise darin, einen Beautysalon zu eröffnen. Dabei dürfen nur „einfache Tätigkeiten“ ausgeübt werden, die nicht „wesentliche Friseurtätigkeiten“ sind. Das sind Tätigkeiten, die in einem Zeitraum von bis zu 3 Monaten erlernt werden können. Es können auch Tätigkeiten mit längerer Anlernzeit sein, wenn sie nicht wesentlicher Bestandteil der Friseurausbildung sind. Diese Tätigkeiten dürfen sich auch nicht aus dem Friseurgewerbe entwickelt haben. Und diese einfachen Tätigkeiten dürfen sich nicht so aufsummieren, dass die einen wesentlichen Teil des Friseurhandwerks ausmachen. Möglich wäre also beispielsweise ein Braut-Beauty-Salon, in dem geschminkt, gezupft und frisiert wird. Aber natürlich ist dabei ein großer Interpretationsspielraum. Man sollte sein spezielles Konzept unbedingt rechtzeitig von der zuständigen Handwerkskammer prüfen lassen. Nötig ist dabei eine gute Vorbereitung: Unbedingt Argumente zusammenstellen, weshalb das Konzept sich von einem klassischen Friseursalon unterscheidet.

Einen Friseursalon ohne Meisterbrief eröffnen – mit einem anderen Meister

Es ist auch möglich, den einfachen Weg zu gehen und einen Meister im Friseursalon anzustellen. Dieser Meister muss als fachlich-technischer Betriebsleiter in Vollzeit angestellt sein. Sein Gehalt sollte seiner Position entsprechen. Nur so kann die Handwerkskammer sicherstellen, dass der Meister auch wirklich seine Funktion ausübt. Jedoch kann in Absprache mit der Handwerkskammer in Einzelfällen auch eine andere Lösung gefunden werden, etwa wenn der Friseursalon keine Auszubildenden anstellt.

Sarah Schoen

Sarah ist als erfahrene Texterin bei Frisuda zuständig für Außenkommunikation und Wissensgenerierung. Inspiriert durch Frisuda geht sie wieder gerne zum Friseur und pflegt auch ihre Haare umsichtiger.

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