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Haare schonend trocken föhnen15
September

Der Haarföhn gehört zu den schlimmsten Feinden einer gepflegten, gesund aussehenden Haarpracht. Haare, insbesondere nasse Haare, sind sehr hitzeempfindlich. Durch heiße Luft verdampft das Wasser im aufgeweichten Haar, und der entstehende Druck beschädigt die Haarstruktur. Als Folge davon wird das Haar trocken und brüchig – Spliss entsteht. Daher raten Experten, die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Da das jedoch nicht immer möglich ist, muss beim föhnen darauf geachtet werden, das Haar möglichst schonend zu behandeln.

Haare föhnen – auf die Temperatur kommt es an

Eine erfolgreiche föhnprozedur beginnt immer mit dem Schritt, das Haar zunächst im Handtuch zu trocknen. Da Rubbeln dem Haar – gerade im nassen Zustand – schadet, empfiehlt es sich, das Haar zunächst für 15 Minuten in einem „Handtuchturban“ antrocknen zu lassen. Evtl. kann für eine bessere Saugkraft nach den ersten Minuten das Handtuch gewechselt werden.

Auch auf das Kämmen und Bürsten feuchter Haare sollten alle verzichten, die ihr Haar nicht unnötig strapazieren wollen. Es empfiehlt sich, das Haar vor der Wäsche zunächst gut durchzukämmen und anschließend nicht allzu sehr zu verwirren. Eventuell können Knötchen vorsichtig vor dem föhnen mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm entwirrt werden.

Ein guter föhn hat zwei Heizstufen, eine Kalttaste und zwei Geschwindigkeitsstufen. Als Wattzahl empfiehlt sich eine Spannbreite von 1.600 bis 2.000 Watt – bei zu leistungsschwachen föhns dauert de Tockenvorgang unnötig lang, zu leistungsstarke verbrauchen zu viel Energie. Generell gilt, je kälter die Luft, desto besser für das Haar. Allerdings dauert das föhnen mit Kaltluft sehr lange. Deshalb muss gut abgewogen werden. Die föhnluft sollte sich stets angenehm anfühlen an der Kopfhaut, und sollte außerdem mit der freien Hand kontrolliert werden. Der Abstand zwischen föhn und Haar muss mindestens 20 Zentimeter betragen, während der föhn immer in Bewegung gehalten wird. So kann verhindert werden, dass die Hitze zu lange auf einen Punkt gerichtet wird. Wenn es schneller gehen soll, dann empfiehlt es sich, die Gebläsestufe höher zu stellen anstatt der Hitze. Ein Diffusor-Aufsatz verstärkt diesen Effekt.

Jede Strähne wird einzeln vom Ansatz in die Spitzen geföhnt. Das verhindert ineffektiven Hitzestau. Wird dabei der föhn im 45-Winkel zur Haarsträhne gehalten, verwirbeln die Haare nicht. Am besten arbeitet man sich vom Nacken zum Oberkopf vor. Feuchte Haarpartien können mit Klammern fixiert werden.

Wenn das Haar trocken ist, sollte es unbedingt mittels der Kaltlufttaste auf die normale Temperatur gebracht werden. So gewinnt es an Elastizität, und das Frisieren belastet das Haar weniger. Erst jetzt sollten Kamm und Bürste genutzt werden.

So gelingt auch die Frisur

Je nach Haartyp muss beim föhnen unterschiedlich vorgegangen werden. Feines Haar, das zum Verknoten neigt, sollte auf niedriger Gebläsestufe geföhnt werden. Auch sinnvoll ist ein Verzicht auf den Diffusor-Aufsatz, stattdessen kann ein schmaler föhn-Aufsatz verwendet werden.

Für mehr Volumen kann man das Haar über Kopf föhnen oder die föhnluft von unten nach oben ins Haar pusten. Auch der Wechsel von rechts nach links und von vorne nach hinten kann zusätzliches Volumen verleihen.

Wer sein Haar unbedingt beim föhnen bürsten oder kämmen möchte, sollte bedenken, dass nasses und warmes Haar empfindliches ist als trockenes und kaltes. Daher möglichst erst dann das Haar kämmen, wenn es schon angetrocknet und etwas erkaltet ist. Auch sollte auf die Wahl der richtigen Bürste geachtet werden, denn Bürsten mit Metallkern können sich stark aufheizen und das Haar beschädigen. Empfehlenswert sind Thermo- oder Wildschweinborstenbürsten.

Hitzeschutzprodukte können das Haar vor der warmen föhnluft schützen. Man sollte hier allerdings beachten, dass stets Silikon zugesetzt ist, welches das Haar langfristig austrocknen kann, wenn es auch zunächst einen strahlenden Glanz verleiht.

Übrigens, die neue Generation von Ionen-Haarföhns fügen dem Luftstrom negativ geladene Teilchen bei, die das elektrische Aufladen der Haare verhindern. So gelingt das Styling besser. Aber auch diese föhns können mit zu hohen Temperaturen dem Haar schaden und sollten daher ebenso umsichtig wie herkömmliche föhns verwendet werden.

Sarah Schoen

Sarah ist als erfahrene Texterin bei Frisuda zuständig für Außenkommunikation und Wissensgenerierung. Inspiriert durch Frisuda geht sie wieder gerne zum Friseur und pflegt auch ihre Haare umsichtiger.

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