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Haarpflege ohne Silikone – so gelingt sie20
August

Silikone sind in die Kritik geraten. In Shampoos und anderen Haarpflegeprodukten werden sie seit den 80er Jahren zugesetzt, damit das Haar einen schönen Glanz erhält, ohne fettig auszusehen. Doch langfristig schädigen sie das Haar, indem sie verhindern, dass Pflegestoffe ins Haar eindringen können. Ein weiterer Kritikpunkt an Silikonen ist, dass sie biologisch nicht abbaubar sind. Die Hälfte des Silikons aus dem Abwasser gelangt als Dünger auf landwirtschaftliche Felder und von dort in Flüsse, Seen und Grundwasser. Daher ist derzeit ein Trend zu silikonfreien Shampoos zu beobachten. Doch ein gelungener Umstieg erfordert einiges Wissen über Silikon und Haarpflegeprodukte.

Wie wirken Silikone?

Silikone sind Filmbildner. Sie legen sich wie eine Schutzschicht über die Haare und glätten dabei die Haarstruktur. So glänzt das Haar und lässt sich besser kämmen. Gerade Frauen mit langem stumpfen, gelockten oder sehr strapaziertem Haar sind daher Freundinnen von Silikonshampoos. Tatsächlich kann das Haar nicht durch Silikone „geheilt“ werden, denn es handelt sich um totes Gewebe. Poröse Stellen werden mit Silikonen verklebt, so verleihen silikonhaltige Produkte dem Haar zunächst ein gesundes Aussehen. Jedoch reichert sich Silikon im Haar an. So kommt es durch diese Silikon-Versiegelung dazu, dass das Haar nicht mehr mit den notwendigen feuchtigkeitsspendenden Pflegestoffen versorgt werden kann – etwa so, als würde man Lederschuhe mit Gummi statt mit Schuhcreme umhüllen. Das führt zu einer dauerhaften Schädigung des Haars.

Wie finde ich ein Shampoo ohne Silikone?

Inzwischen haben nicht nur Naturkosmetik-, sondern auch die meisten in Drogerien erhältlichen Handelsmarken silikonfreie Shampoos im Sortiment. Auch Babyshampoos sind in der Regel silikonfrei. Häufig erkennt man Shampoos ohne Silikone daran, dass auf der Verpackung damit geworben wird. Ansonsten lohnt es sich, die Liste der Inhaltsstoffe zu studieren. Hinter den Endungen „-cone“ und „-xane“ verbergen sich zumeist Silikone, ebenfalls hinter „Cyclo-„.

Nicht wasserlösliche Silikone: Cetearyl Methicone, Cyclomethicone, Dimethiconol, Dimethicone, Cetyl Dimethicone, Stearyl Dimethicone, Trimethylsilylamodimethicone, Phenyl Trimethicone, Dioleyl Tocopheryl Methylilanol, Ascorbyl Methylsilanol Pectinate, Cyclopentasiloxane.

Bedingt wasserlösliche Silikone: Amodimethicone, Behenoxy Dimethicone, Stearoxy Dimethicone

Wasserlösliche Silikone: Dimethicone Copolyo, Dimethicone copolyol/HWP, Lauryl Methicone Copolyol, Hydroxypropyl, Cetrimonium Chloride, Hydrolyzed Wheat Protein, Trideceth-12, Polysiloxane.

Was muss ich beim Umstieg auf silikonfreie Shampoos beachten?

Beim Umstieg auf silikonfreie Shampoos wird das Haar zunächst trocken und spröde aussehen. Das liegt daran, dass nach und nach die Silikonschicht verschwindet und das beanspruchte Haar zum Vorschein kommt. Es ist daher notwendig, das Haar besonders gut zu pflegen. Die Silikonschicht ist zumeist nach etwa zwei Wochen aus dem Haar entfernt, aber bis das Haar wieder schön aussieht, gesund ist und von selbst glänzt, können weitere Wochen vergehen.

Unbedingt beachtet werden sollte, dass auch die meisten andere Haarpflegeprodukte wie Spülungen und Kuren Silikone enthalten. Nur das Shampoo auf silikonfrei umzustellen ist daher wenig effektiv für das Haar. Besser ist, gleich das ganze Sortiment auszutauschen. Die einzige Haarpflege, die silikonfrei nicht verfügbar ist, sind Hitzeschutzprodukte, die das Haar vor der heißen Fönluft schützen sollen – hier sind Silikone ein grundlegender Bestandteil. Wer sich nicht vorstellen kann, komplett auf Haarpflege ohne Silikone umzustellen, der verwendet nach Möglichkeit nur ab und zu silikonhaltige Produkte, und schützt an anderen Tagen silikonfrei die Umwelt und das Haar.

Sarah Schoen

Sarah ist als erfahrene Texterin bei Frisuda zuständig für Außenkommunikation und Wissensgenerierung. Inspiriert durch Frisuda geht sie wieder gerne zum Friseur und pflegt auch ihre Haare umsichtiger.

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