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Herbstshedding und andere Ursachen für Haarausfall1
Oktober

Im Herbst beginnt die Zeit von Mützen, trockener Heizungsluft und vermehrt gefönten Haaren. Alles keine guten Bedingungen für schönes, intaktes Haar. Dazu kommt, dass schwedische Forscher einer Studie herausfanden, dass Frauen in den Herbstmonaten am meisten Haare verlieren: das sogenannte Herbstshedding.

So kommt es zum Herbstshedding

Das menschliche Haar wächst für 2 bis 6 Jahre. Allerdings befinden sich 90% unserer Haare in de Wachstumsphase. Die übrigen Haare befinden sich für 2 bis 6 Monate in einer Ruhephase, dann fallen sie aus. Ein Ausfall von 40-120 Haaren pro Tag ist daher normal. Die Haarfollikel ruhen dann drei Monate lang, bis der Prozess wieder von vorn beginnt. Die schwedischen Forscher erkannten, dass im Juli am meisten Haare in der Ruhephase sind, ab Oktober fallen sie vermehrt aus. Die Interpretation ist, dass unser Körper die Haare auf dem Kopf behält, um diesen vor der Sommer-Mittagssonne zu schützen.

Bei Krankheit & Co. sind die Haare als erste betroffen

Doch der Herbst ist nicht der einzige Grund für Haarausfall. Denn unsere Haare sind sehr sensibel. Nach dem Knochenmark sind die Haarzellen die am schnellen produzierten Zellen im Körper. Da sie im Gegensatz zu anderen Körperzellen nicht überlebenswichtig sind, entscheidet der Körper in Notsituationen, an ihnen zu sparen. Daher sind sie ein guter Indikator für Krankheiten oder andere Unregelmäßigkeiten, denen der Körper ausgesetzt ist.

Ursachen für Haarausfall bei jungen Frauen

Tritt Haarausfall bei Frauen auf, die noch nicht in den Wechseljahren sind, ist Eisenmangel die häufigste Ursache. Der Großteil des im Körper gespeicherten Eisen liegt an Ferritin gebunden vor. Dieses Protein ist wichtig für die Produktion von Haarzellen und der Verhinderung von Haarausfall. Bei einer Untersuchung auf Eisenmangel wegen Haarausfall sollte daher neben dem Hämoglobin- auch immer der Ferritinwert abgeklärt werden. Zu den Ursachen für Eisenmangel zählen ungenügende Eisenaufnahme mit der Nahrung, starke Menstruation und Blutverlust nach der Geburt eines Kindes. Aber auch die Glutenintoleranz Zöliakie kann für verminderte Eisenaufnahme des Darms sorgen.

Die zweitwichtigste Ursache für Haarausfall bei jungen Frauen ist das Polyzystische Ovar-Syndrom, das zu übermäßiger Testosteronproduktion führt. Als Folge steigt die Körperbehaarung – doch das Kopfhaar fällt aus. Der Krankheit entgegenwirken können bestimmte Anti-Baby-Pillen.
Andere Anti-Baby-Pillen führen durch Freisetzung von Testosteron ebenfalls zu Haarausfall und sollten dann gewechselt werden.

Eine weitere, jedoch harmlose Ursache für Haarausfall ist (auch ohne Eisenmangel) die Geburt eines Kindes. Denn während der Schwangerschaft geht durch die hormonelle Umstellung der Haarausfall deutlich zurück. Doch ab 2 Monate nach dem Ende der Schwangerschaft fallen all die alten Haare aus, die sich während der Schwangerschaft auf dem Kopf halten konnten.
Auch Schilddrüsenprobleme können Ursache für Haarausfall ein. Hier setzt der Haarausfall früher ein, oft bevor die Haare eine normale Länge erreicht haben. Doch wird die Schilddrüsenerkrankung medikamentös behandelt, verschwindet der Haarausfall wieder.

Weitere Ursachen für Haarausfall

Manche Medikamente führen die Haare von der Wachstums- in die Ruhephase über. Dazu zählen Medikamente gegen Akne, Beta-Blocker, Blutverdünner, Antidepessiva und einige Entzündungshemmer. Die genaue Wirkung der Substanzen auf das Haarwachstum ist allerdings noch unklar.
Auch Crashdiäten, insbesondere sogenannte Low-Carb-Diäten mit verringerter Aufnahme von Kohlenhydraten, kann – trotz ausreichender Versorgung mit Eiweiß und Eisen – zu Haarausfall führen. Denn mangelt es dem Körper an Glucose, können Stoffwechselreaktionen im Körper nur erschwert stattfinden. So leiden zuerst die „unwichtigen“ Quellen, wie Haare und Nägel, unter dem Energiemangel.
Höhere Insulinlevel – wie sie bei Diabetes vorkommen – können durch eine Erhöhung des Testosteronspiegels ebenfalls zu Haarausfall führen.
Chonischer Stress führt dazu, dass Haare in die Ruhephase versetzt werden, bevor sie ihre Wachstumsphase abgeschlossen haben. Außerdem kann Stress das Immunsystem derart anregen, dass es die Haarfollikel attackiert.

Sarah Schoen

Sarah ist als erfahrene Texterin bei Frisuda zuständig für Außenkommunikation und Wissensgenerierung. Inspiriert durch Frisuda geht sie wieder gerne zum Friseur und pflegt auch ihre Haare umsichtiger.

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