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Koffeinshampoo – wirkt es tatsächlich gegen Haarausfall?14
August

Seit einigen Jahren haben Koffeinshampoos in den Regalen der Supermärkte und Drogerien Einzug erhalten. Auch in der Werbung wird der Effekt des Koffeins gegen Haarausfall immer mehr angepriesen. Das Versprechen lautet, dass Koffein die Durchblutung in der Kopfhaut und in den Haarwurzeln fördert und auf diese Weise dem Haarausfall entgegen wirkt. Was ist dran an dem Versprechen?

Koffein regt das Wachstum der Haarzellen an

Genetisch bedingter Haarausfall ist ein kosmetisches Problem, daher sind Koffeinshampoos als Kosmetikum klassifiziert. Somit muss kein Nachweis über die Wirksamkeit erbracht werden. Aus wissenschaftlichen Studien ist immerhin bekannt, dass Koffein, welches direkt auf die Haarwurzel gegeben wird, Wachstum und Energieversorgung der Haarwurzelzellen anregt. Auch bekannt ist, dass das Koffein aus dem Shampoo in die Haarwurzel eindringt. Daraus lässt sich aber nicht schlussfolgern, dass die Wirkung des Shampoos auf der Kopfhaut dieselbe ist wie die der Gabe des Koffeins direkt auf die Haarwurzel. Belege gegen die Wirksamkeit von Koffeinshampoos gibt es hingegen auch nicht. Die große Vielfalt an Koffeinshampoos legt jedoch nahe, dass sie rege gekauft werden – zumindest sind Koffeinshampoos also einen Versuch wert.

So wendet man Koffeinshampoo an

Die Behandlung mit Koffeinshampoo sollte frühzeitig begonnen werden. Haben sich bereits kahle Stellen gebildet, ist es unwahrscheinlich, dass das Haarwachstum wieder im gewünschten Maße angekurbelt werden kann. Das koffeinhaltige Shampoo sollte regelmäßig angewendet werden, da sich das Koffein in den Haarwurzeln abbaut und daher ständig nachgeliefert werden muss, um dem Haarverlust dauerhaft entgegen zu wirken. Eine Einwirkzeit von mindestens 2 Minuten wird empfohlen, da sonst nicht genügend Koffein in die Haarwurzeln gelangt. Verträgt die Kopfhaut die Behandlung nicht gut, können die Haare auch im Wechsel mit einem kopfhautschonenden Shampoo gewaschen werden. Auch ist es ratsam, sich einmal durch die Palette der angebotenen Produkte durchzuprobieren und auch im Bereich der Naturkosmetik-Shampoos zu schauen. Die Wirksamkeit ist von Produkt zu Produkt verschieden.

Nicht immer ist die Anwendung von Koffeinshampoos ratsam

Koffeinshampoos können kurzzeitig wirksam sein bei erblich bedingtem Haarausfall, ganz stoppen lassen wird er sich hingegen nicht. Beobachten jedoch Männer ohne diese Anlage oder aber Frauen Haarausfall, dann sollte auf eine Behandlung mit Koffeinshampoo verzichtet und stattdessen Ursachenforschung betrieben werden. Schilddrüsenprobleme, Hormonstörungen und andere Krankheiten können die Ursache für Haarausfall sein. Daher sollte zunächst ein Arzt sämtliche Stoffwechselwerte in einem Blutbild untersuchen. Anschließend kann eine Haaranalyse vom Hautarzt durchgeführt werden, um die Stärke des Haarausfalls zu ermitteln. Außer mit Koffeinshampoo kann nämlich auch mit Medikamenten dem Haarausfall entgegen gesteuert werden. Bis dahin kann es hilfreich sein, Stress zu vermeiden, sich gesund zu ernähren und auf Genussmittel zu verzichten – denn auch diese Faktoren können zum Haarverlust beitragen.

Sarah Schoen

Sarah ist als erfahrene Texterin bei Frisuda zuständig für Außenkommunikation und Wissensgenerierung. Inspiriert durch Frisuda geht sie wieder gerne zum Friseur und pflegt auch ihre Haare umsichtiger.

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