Friseur Lexikon
Fachbegriffe einfach erklärt

Alopezie


Alopezie - Haarausfall, welcher zur Glatzenbildung führt

Hinter dem Fachbegriff „Alopezie“ verbirgt sich die Bildung einer Glatze. Diese ist Folge eines Haarausfalls, der wiederum verschiedenste Ursachen haben kann. Beim Großteil der von einer Alopezie betroffenen Menschen handelt es sich um erblich bedingte Ursachen. Mediziner sprechen bei einem solchen Haarausfall von einer „alopecia androgenetica“. Durch die übermäßige Produktion des Hormons Dihydrotestosteron (DHT) sinkt die Zeitspanne des Haarwachstums. Das Haar wird nicht mehr lang genug, um aus der Kopfhaut herauszuwachsen.

Darüber hinaus gibt es die „alopecia areata“ – den so genannten kreisrunden Haarausfall. Statt einer vollständigen Glatze tritt die Kahlheit in diesem Fall in bestimmten Teilbereichen des Kopfes auf. Die Areal-Größe variiert. Die Erklärung ist in der Regel eine Autoimmunreaktion. Dies bedeutet, dass der Körper das eigene Haar als Fremdkörper identifiziert und eine Abstoßungsreaktion auslöst. Zu Beginn zeigen sich vielfach brüchige oder sehr dünne Haare. Während der erblich bedingte Haarausfall bis dato nicht zuverlässig behandelbar ist, kann der kreisrunde Haarausfall vielfach gut behandelt werden, so dass die kahlen Stellen idealerweise wieder vollständig zuwachsen. Dabei gibt es unterschiedliche Therapie-Ansätze.

Eine dritte Form der Alopezie wird im Fachjargon als „diffuser Haarausfall“ bezeichnet. Er kann am gesamten Körper auftreten. Er kann unter anderen ein Stresssymptom sein, aber auch durch Eisenmangel, Krebstherapien, eine Erkrankung der Schilddrüse oder Medikamenteneinfluss auftreten. Die Behandlungskonzepte sind dementsprechend so verschieden wie die Ursachen. Zwei der häufigsten Vorgehensweisen sind die Tabletten-Einnahme sowie das Auftragen von Tinkturen. Auch Hormonbehandlungen und Vitaminverabreichungen können erfolgreich sein.