Friseur Lexikon
Fachbegriffe einfach erklärt

Föhnwelle


Föhnwelle - Frisiertechnik, bei der mittels Föhn Haarlocken erzeugt werden

Die Föhnwelle hat als Frisur in den vergangenen Jahren häufig ein Auf und Ab des Trends miterlebt. Gerade in den 1990er Jahren war sie bei Frauen weltweit beliebt, bevor sie eine Weile lang sprichwörtlich in der Versenkung verschwand. Später entdeckte die Damenwelt die Föhnwelle wieder für sich. Viel Zubehör braucht es nicht, um eine solche Frisur in die Tat umzusetzen. Oft reicht bereits der Einsatz von Lockenwicklern, einer handelsüblichen Rundbürste sowie ein Föhn, um eine Föhnwelle zu gestalten. Für mehr Haltbarkeit sorgen Produkte wie Haarsprays oder Schaumfestiger. Das Haar erhält seine spezielle Form einzig durch die Bearbeitung mit der Bürste und den Luftstrom des Föhns. Grundvoraussetzung für eine gelungene Föhnwelle ist der richtige Haarschnitt. Erst dann kommen die Locken richtig zur Geltung. Dazu gehört, dass das Haar im unteren Drittel etwas stufiger geschnitten wird, während das Deckhaar länger getragen wird.

Das bringt mehr Fülle und das für den perfekten Look erforderliche Volumen. Der Schaumfestiger wird direkt nach dem Waschen auf das noch (leicht) feuchte Haar aufgebracht und anschließend ins Haar massiert – bis auf die Kopfhaut. Ob dies mittels Kamm oder mit bloßen Händen geschieht, ist eine ganz individuelle Entscheidung. Wer sich für den Kamm entscheidet, sollte ein Modell mit eher groben Zinken nutzen. Ist das Einmassieren erledigt, folgt der Griff zur Rundbürste. Dabei können zur effizienteren Erledigung mehrere Bürsten unterschiedlicher Stärke, Größe und Durchmesser genutzt werden, um die Locken und Haar-Wellen in Form zu bringen. Wichtig hierbei: Lösen sie die ein- bzw. aufgerollten Locken erst, nachdem die Haare vollkommen getrocknet und zugleich abgekühlt sind.

Schnell gelingt die Trocknung des Haars, wenn es vornüber geworfen und dann geföhnt wird. Auf diese Weise bleiben Fülle und Form gleichermaßen erhalten. Der gleiche Hinweise gilt im Zusammenhang mit der Lockenwickler-Nutzung. Auch diese sollten erst nach dem Auskühlen und Trocknen entfernt werden. Danach erhält das Haar mit Rundbürsten den letzten Schliff. Durch das Drehen der Locken in unterschiedliche Richtungen, kommt noch mehr Volumen ins Haar. Oft und gerne wird die Föhnwelle mit einem Seitenscheitel kombiniert. Er sorgt für zusätzlichen Pepp und verleiht den Locken zugleich eine sanfte Note. Wer beim Frisieren gerne mit Highlights arbeiten, kann Haarbänder oder Haargummis einbringen. Interessante Ergebnisse lassen sich auch durch ergänzendes Toupieren erzielen, wenn selbiges nur vorsichtig genug durchgeführt wird.