Friseur Lexikon
Fachbegriffe einfach erklärt

Haarausfall


Haarausfall - Haarverlust, insbesondere übermäßiger, der durch Neuwuchs nicht ausgeglichen wird

Haarausfall kann Männer wie Frauen treffen. Deutlich häufiger jedoch tritt er bei Männern auf. Zudem muss zunächst erklärt werden, dass jedem Menschen Tag für Tag Haare ausfallen. Wie so oft gilt die goldene Regel: Die Menge macht`s. So ist es keineswegs bedenklich, wenn Menschen im Durchschnitt 100 Haare pro Tag verlieren. Die rein optische Verlust-Wirkung ist bei langen dramatischer als bei kurzen Haaren, die man schnell übersehen kann, wenn sie zugleich hell sind. Gerade beim Frisieren und Stylen fallen Haare beim Arbeiten mit Kamm, Bürste und Föhn aus. Verloren gehen im gesunden Zustand generell die ältesten nicht mehr wachsenden Haare, damit neue Haare nachrücken können. Verstärkt tritt Haarausfall in Frühjahrs- und Herbstmonaten auf, was den genetischen Wurzeln des heutigen Menschen und der hormonellen Anpassung an die natürlichen Gegebenheiten der Umwelt geschuldet ist.

Im Zusammenhang mit Periode oder Schwangerschaft sowie allgemein (oft altersbedingten) hormonellen Veränderungen berichten viele Frauen ebenfalls von zunehmendem Haarausfall. Krankhaft und behandlungsbedürftig muss dies nicht sein. Nach und nach wachsen die Haare meist kurze Zeit später wieder stärker nach. Die bekannteste Ursache für krankheitsbedingten Haarausfall ist natürlich eine Chemotherapie im Rahmen einer Krebsbehandlung. Auch vom so genannten Kreisrunden Haarausfall haben die meisten Menschen schon gehört. Er kann Männer wie Frauen heimsuchen und ganz unterschiedliche Ursachen haben. Sowohl Veränderungen der Haut oder Stoffwechsels können Auslöser sein.

Auch Schilddrüsenerkrankungen können zu vermehrtem Haarausfall führen. Eine Blutuntersuchung beim Dermatologen bringt Gewissheit. Für die männliche Glatzenbildung zeichnet meist die genetische Vorprogrammierung verantwortlich. Auch das ständige Tragen enger Mützen oder Helme leistet dem Haarausfall Vorschub. Das typische Alter für erstmalige „Beschwerden“ liegt bei Männern bei etwa 30 Jahren. Die in den Medien beworben Mittel gegen Haarausfall erfüllen in der Regel nicht den erhofften Zweck. Bedingt helfen Hormon-basierte Tabletten oder Wässerchen, auch Produkte mit Coffein-Anteil können im Einzelfall zumindest Linderung bringen. Die letzte Rettung sind sonst Haarteile oder eine Haartransplantation. Neue Forschungen könnten schon bald ernstzunehmende Lösungsansätze werden.