Friseur Lexikon
Fachbegriffe einfach erklärt

Haubensträhnen


Haubensträhnen - Methode zur Coloration einzelner Haarstähnen

Um Strähnchen ins Haar zu bringen, stehen Profis sowie ambitionierten Laien, die das Frisieren selbst übernehmen möchten, verschiedene technische Ansätze zur Verfügung. Zu den ältesten und zugleich bekanntesten Techniken gehören die so genannten Haubensträhnen. Empfohlen wird diese Herangehensweise vor allem, wenn das zu behandelnde Haar sehr dünn ist. Auch wenn sehr viele Strähnen gewünscht sind, können Haubensträhnen in vielen Fällen die erste Wahl sein. Ein Vorteil der Methode ist darin zu sehen, dass hier eine sehr genaue und gleichmäßige Strähnen-Anfertigung möglich ist. Der zu frisierenden Person wird eine Haube aus Plastik aufgesetzt. Diese dünnen Hauben werden im vorderen Bereich mittels Schleife oder Knoten dicht abgeschlossen. Über die Haube wird danach ein Tuch gelegt. Im nächsten Schritt werden mit einem kleinen Haken durch Löcher in der Haube einzelne Strähnen – ganz gleich, ob nur wenige oder flächendeckend Haubensträhnen erstellt werden sollen – gezogen.

Der Vorgang sollte mit Bedacht erfolgen, um keine Haare auszureißen und Verletzungen der Kopfhaut zu vermeiden. Die herausgezogenen Strähnen werden dann von außen auf der Plastikhaube abgelegt. Das übrige Haar kommt dank der Haube nicht mit dem Färbemittel in Berührung und behält so seine ursprüngliche Farbe. Für Haubensträhnen spricht auch die Tatsache, dass das Färben oder Blondieren durch die Methode selbst für Menschen mit Allergien möglich wird. Eben weil bei sachgemäßer Anwendung kein Kontakt der Kolorationen oder Blondierungen mit der Kopfhaut auftreten. Nach Ablauf der Einwirkzeit bleibt die Haube auf dem Kopf, bis die aufgetragenen Färbe-Produkte aus den Haubensträhnen ausgewaschen wurden, im letzten Schritt empfiehlt sich das nochmalige Waschen des kompletten Haars. Üblich ist die Anwendung vor allem fürs Deckhaar. Zwei Nachteile zeichnen die Methode aus: Haubensträhnen nehmen einerseits vergleichsweise viel Zeit in Anspruch und sind auf der anderen Seite relativ kostspielig – zumindest im direkten Vergleich mit den meisten anderen Strähnchen-Techniken