Friseur Lexikon
Fachbegriffe einfach erklärt

Irokesenfrisur


Irokesenfrisur - Frisur, bei dem das Haar bis auf einen Streifen in der Kopfmitte ausrasiert wird

Die Irokesenfrisur – auch gebräuchlich sind Begriffe wie Irokesenschnitt, Irokese oder in der Kurzform „Iro“ – erhielt seinen Namen nach einem Ureinwohnerstamm aus Nordamerika. Tatsächlich handelt es sich bei der Namensgebung um eine falsche Ableitung. Denn die Frisur war historisch betrachtet nicht typisch für den Stamm der Irokesen, sondern eigentlich eher beim Stamm Wyandot. In Kriegseinsätzen trugen lange Zeit auch US-Soldaten diesen besonderen Haarschnitt. Die Irokesenfrisur zeichnet sich zunächst einmal durch eine großflächige Rasur der Kopfbehaarung aus. Stehen bleibt lediglich ein schmaler Streifen in der Mitte, der in der Regel zwischen zwei und fünf Zentimetern breit ist. Dieser Streifen geht von vorne aus der Stirn bis in den Nackenbereich. Dieser Bereich wird üblicherweise hoch frisiert. Bekanntheit erlangte die Frisur seit Ende der 1970er Jahre insbesondere durch die Punk-Szene.

In diesem Zusammenhang wurde und wird die Irokesenfrisur zudem bunt gefärbt. Die Länge des Iros kann variieren – von mittellang bis sehr lang ist alles möglich. Auch in der Gothic-Szene ist die Irokosenfrisur beliebt. Wie im Punk-Sektor tritt der Irokesenschnitt in verschiedensten Längen auf. So gibt es den Iro ebenso in Bürstenform wie als Langhaarschnitt und trichterförmige Ausführung mit abstehenden Haaren. Der wohl prominenteste ehemalige Irokesenfrisur-Träger ist Ex-Fußballprofi David Beckham, worauf hin die Frisur weltweit salonfähig wurde. Beckhams Frisur ging dabei auch als „Fauxhawk“ in die Fußball-Geschichte ein. Bei dieser Version werden an den Seiten nicht wie beim klassischen Irokesenschnitt der komplette Partie ab- oder ausrasiert wird. Stattdessen werden die Seiten lediglich kürzer als der in der Mitte befindliche Haarkamm geschnitten. Stabilität erhält der Haarkamm durch den Einsatz von Haargel, Haarwachs oder Haarlack. Seife oder gar Lacke wie zur Hochzeit des Punk sind eher nicht mehr gebräuchlich